Übergewicht & Adipositas – wie Ernährungsberatung beim Abnehmen helfen kann

Übergewicht & Adipositas – wie Ernährungsberatung beim Abnehmen helfen kann

Die Pandemie der Übergewichtigen….

Das Thema Adipositas & Übergewicht spaltet die Nation. Oder genauer gesagt, es drittelt die Nation: Es gibt die Normalgewichtigen, die Übergewichtigen bzw. Prä-adipösen (BMI 25-30), und die Adipösen bzw. Fettleibigen (BMI >30). Adipositas/Fettleibigkeit wird seit 2020 seitens der WHO als Krankheit eingestuft.

Doch wie schlimm ist es wirklich, etwas zu viel Speck auf den Rippen zu haben? Und inwieweit kann eine Ernährungsberatung beim Abnehmen helfen?

Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) betrifft nach Aussage des RKI in Deutschland insgesamt 53,5% der Bevölkerung (46,6 % der Frauen und 60,5 % der Männer). Bei 19,0 % der Erwachsenen liegt Adipositas vor.

BMI-Rechner zum Body-Mass-Index helfen bei der ersten Einordnung des eigenen Gewichts.

Beim Bauchumfang verhält es sich so: Bedenklich wird es bei Frauen ab 80 cm und bei Männern ab 94 cm.

Leiden Sie unter Übergewicht?

Vielleicht wissen Sie bereits aus schmerzvoller Erfahrung, dass Ihnen Übergewicht bzw. Adipositas gesundheitliche Probleme bereiten kann: zunehmende Luftnot, Gelenkverschleiß und Schmerzen, Sodbrennen oder vermehrtes Schwitzen sind nur einige Beispiele. Zudem stehen die Betroffenen nicht selten vor erheblichen sozialen Problemen und sozialer Ausgrenzung: Adipöse gelten als faul, bequem, unflexibel und mitunter sogar ungebildet.

Nach einer erfolglosen Odyssee zur Bekämpfung des Risikofaktors Übergewicht suchen Sie nun kompetente ärztliche Hilfe.

Möglicherweise haben sich infolge des vermehrten Körpergewichtes auch bereits Folgekrankheiten wie Diabetes mellitus Typ II oder Bluthochdruck entwickelt. Sie spüren, wie sich eine gesundheitliche Abwärtsspirale entwickelt und wünschen sich endlich Unterstützung beim Abnehmen.

Nun sind Sie auf der Suche nach einer kompetenten und vor allem zielführenden Ernährungsberatung, um endlich die Pfunde purzeln zu lassen.

An dieser Stelle ein wichtiger Hinweis:

Ernährungsberatung und Ernährungsmedizin klingen zwar zum Verwechseln ähnlich, unterscheiden sich aber in der Leistung deutlich. „Ernährungsberater“ ist keine geschützte Berufsbezeichnung und somit kann die Qualifikation des Beraters stark variieren.

Das Ziel einer Ernährungsberatung ist vordergründig die Prävention von Krankheit und ganz allgemein eine Beratung zur gesunden Ernährung.


Im Gegensatz hierzu haben „Ernährungsmediziner“ ein Studium der Medizin absolviert und eine Facharztweiterbildung zum Ernährungsmediziner absolviert. Ernährungsmediziner können (und dürfen) bei ernährungsbedingten Krankheiten eine umfassendere und tiefergehende Hilfe anbieten als Ernährungsberater. Sie haben die Möglichkeit, medizinische Diagnosen zu stellen, Medikamente zu verschreiben und mit anderen Ärzten zusammenzuarbeiten.

In der THERA Praxisklinik in Berlin haben wir mit Dr. Ralf Hilbert einen anerkannten Experten im Team zur Lösung von Problemen im Zusammenhang mit Übergewicht, Adipositas und Fettleibigkeit. Als erfahrener Ernährungsmediziner kann Dr. Hilbert Ihnen seine Hilfe bei Übergewicht & Adipositas vertrauensvoll anbieten.

Gemeinsam erarbeiten Sie eine Strategie, um dem negativen Kreislauf zu entkommen.

Wie entsteht Übergewicht oder Fettleibigkeit?

Wie kommt es zu Übergewicht? Und welche Faktoren führen dazu, dass heute immer mehr Menschen unter Fettleibigkeit leiden?

Ursachen können an dieser Stelle viele aufgezählt werden. Zusammenfassend könnte man sagen: wir essen anders, öfters und mehr, haben mehr Stress und bewegen uns weniger. Doch vielleicht steckt der Teufel auch im Detail. Schauen wir etwas genauer hin.

Tatsächlich haben sitzende Tätigkeiten stark zugenommen. Eine Nahrungsmittelverfügbarkeit ist überall und ständig im Überfluss gegeben und das hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf unser Ernährungsverhalten.

Je mehr Nahrung wir vor Augen haben, desto mehr essen wir auch. Doch noch entscheidender, wie oft und wieviel wir essen, ist zweifelsfrei WAS wir essen. Und was wir trinken.

Der Trend hin zu convinient food, soft drinks und auch einseitiger Ernährung/Diäten bleibt natürlich nicht ohne Auswirkung auf unsere Gesundheit, das wissen wir alle bereits.

Was passiert nun also im Körper, wenn wir täglich einen (oder mehrere) Weißmehl-Toast mit Margarine und Käse essen, alternativ Donut oder Hefe-Zopf?

Um diese Frage zu beantworten, machen wir einen kleinen Ausflug in das Thema Stoffwechsel.

„Der menschliche Organismus realisiert Lebensvorgänge mit Prozessen, die mit dem Begriff Stoffwechsel zusammengefasst werden.“

Dr. Ralf Hilbert

Was bedeutet eigentlich Stoffwechsel und welche Auswirkungen hat der Stoffwechsel auf das Gewicht?

Stoffwechsel bedeutet: Stoffe werden „gewechselt“. Dieser Stoff-wechsel findet in jedem Moment in unseren Körperzellen statt und dient der Energiegewinnung (>90%) sowie der Baustoffsynthese (<10%).

Für einen gut funktionierenden Stoffwechsel benötigen wir Nährstoffe: Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) und Mikronährstoffe (Vitamine, Spurenelemente usw.), die dann über komplizierte Umbauprozesse in Energie und Baustoffe umgewandelt werden.

So bleibt an dieser Stelle schonmal festzuhalten:

Es ist überhaupt keine gute Idee, einfach nichts mehr oder viel zu wenig zu essen.

Wie sollte der Prozess dann ohne Ausgangssubstrate funktionieren können? Da bei dem sogenannten Stoffwechsel nun also Stoffe gewechselt werden und hierbei auch „Abfälle“ entstehen, benötigt es nicht nur die Zufuhr von Nährstoffen, sondern gleichermaßen die Ausfuhr von „Reststoffen“ bzw. Endprodukten.

Wenn beide Vorgänge optimal funktionieren, dann führt dies unweigerlich zu Gesundheit.

Leider ist im Rahmen unserer heutigen Ernährungs- und Lebensweise eine qualitativ hochwertige Nährstoffzufuhr nur noch selten gegeben.

Dazu kommt noch ein weiterer, störender Faktor hinzu:

Ein Zuviel an Kohlenhydraten, ein Zuviel an Begleit- und Giftstoffen.

Wohin mit diesem „Zuviel“? Die Zellen sind irgendwann „gesättigt“ und verwehren die weitere Zuckeraufnahme. Anschließend werden die Speicher in Leber- und Skelettmuskulatur gefüllt. Sind auch diese Speicher ausgelastet, dann springt als letztes die Fettzelle ein. Die Fettzelle verwandelt Glucose in Fette (Triglyceride).

Und nun aufgepasst:
Der Speicher der Fettzellen ist unbegrenzt. Und auch die Leber ist irgendwann überlastet mit dem Abbau der Giftstoffe. Wohin mit den überschüssigen Giften? Genau: Die Fettzelle nimmt sie bereitwillig auf.

Wollen wir nun also den Fettaufbau verhindern, dann macht es Sinn, die Zufuhr an Kohlenhydraten und Giften zu reduzieren. In diesem Kontext wird deutlich, warum sowohl eine Ernährungsberatung/-therapie als auch eine Entgiftungstherapie durchaus Sinn ergibt.

Bisphenol A-Exposition ist mit abdomineller Adipositas assoziiert

Verschiedene wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass das Risiko für abdominelle Adipositas mit steigender Bisphenol A-Exposition deutlich zunimmt.

Bisphenol A (BPA) wird zur Herstellung von Kunststoffen und Harzen verwendet und findet sich in vielen Alltagsprodukten wie z.B. Trinkflaschen, Tupper- und Konservendosen oder Kassenzetteln. Im April 2024 hat Stiftung Warentest 58 Lebensmittelkonserven auf BPA getestet. In fast allen Proben wurde BPA nachgewiesen.

Wie Sie richtig entgiften können, erfahren Sie unserem Fachartikel „Entgiften beim Arzt: Wie geht Detox richtig“?

Mit Ernährungsberatung dem Heißhunger begegnen – Leiden Sie unter Heißhungerattacken?

Damit Glucose (Zucker) in die Zellen gelangen kann, wird Insulin benötigt. Das bedeutet, immer wenn Glucose die Blutbahn flutet, dann kommt es in der Bauchspeicheldrüse zur Ausschüttung von Insulin. Wichtig zu wissen ist:

Je schneller ein Glukosespiegel ansteigt, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet.

Und wenn nun schnell (zu)viel Insulin ausgeschüttet wird, weil wir beispielsweise Weißmehl-Toast mit Marmelade essen, dann verbleibt nach der Normalisierung des Glukosespiegels überschüssiges Insulin im Blut und fordert Zellen weiterhin auf, Glukose zu eliminieren.

So kommt es in der Umkehrfolge zu einer Absenkung des Glukosespiegels unter die Norm und das Nervensystem reagiert mit ALARM. Die Folge: Heißhunger, Nervosität, Unruhe, Konzentrationsmangel, Müdigkeit.

Und was macht der Mensch logischerweise? Genau, er führt kompensatorisch wieder Kohlenhydrate zu. Ein Teufelskreislauf.
Folgerichtig wäre es, einen raschen und starken Anstieg des Glukosespiegels zu vermeiden.

Hier kommt der vielgenannte glykämische Index bzw. die glykämische Last ins Spiel. Hierzu gibt es diverse Tabellen im Internet, die genau aufzeigen, wie stark der Genuss eines bestimmten Lebensmittels den Glukosespiegel beeinflusst.

Die kurze Zusammenfassung dieser Tabellen lautet wie folgt:

Wenn Sie Übergewicht und Adipositas vorbeugen bzw. bekämpfen wollen, meiden Sie konsequent Weißmehl und Industriezucker, bevorzugen Sie stattdessen Vollkornmehl und Vollrohrzucker.

Gestörte Hunger-Sättigungs-Regulation

Darüber hinaus kann auch ein Mangel bestimmter Nährstoffe (z.B. Omega-3 oder Ballaststoffe, Proteinmangel oder B-Vitaminmangel) zu Heißhungerattacken führen.

So wird zunehmend klar, warum es manchmal schwierig bis unmöglich ist, sich allein und ohne ärztliche Unterstützung aus dem übergewichtigen oder fettleibigen Zustand zu befreien. In der THERA Praxisklinik in Berlin arbeiten wir mit den besten Laboren zusammen, um Ihren ganz persönlichen Nährstoffstatus analysieren zu können.

Stress als begünstigender Faktor von Übergewicht

Und es gibt einen weiteren Faktor, der Übergewicht in hohem Maße fördert: Stress.

Genauer gesagt, Dauerstress. Wenn wir ständig gestresst sind, z.B. unter großem Druck stehen oder unter anhaltenden Ängsten leiden, dann wird vermehrt Cortisol ausgeschüttet und die Leber ständig angehalten, Glucose-Vorräte abzubauen (Glykogenolyse). Die Glukose landet im Blut und wie bei dem Verzehr von Weißmehl kommt es auch hierdurch zu einer vermehrten Insulinausschüttung (->Heißhunger). Zudem dockt Cortisol gerne an Bauchfettzellen an und hemmt hierüber den Abbau von Fett (Lipolyse). Kurz gesagt: Solange viel Insulin und Cortisol zirkuliert, solange funktioniert die Fettverbrennung nicht.